Direktdemokratisches Model für Klimaschutz: Unterschied zwischen den Versionen

Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 65: Zeile 65:
# Im Ausland werden genau die selben Güter (z.B. Stahl), weil dort keine oder kaum Regelungen zum Klimaschutz bestehen, mit größerem CO2 Ausstoß produziert. Wenn dieselbe Menge an Güter benötigt wird, dann sinkt dadurch auch die Effizienz mit wieviel CO2 Ausstoß dieses Produkt weltweit gesehen erzeugt wird.
# Im Ausland werden genau die selben Güter (z.B. Stahl), weil dort keine oder kaum Regelungen zum Klimaschutz bestehen, mit größerem CO2 Ausstoß produziert. Wenn dieselbe Menge an Güter benötigt wird, dann sinkt dadurch auch die Effizienz mit wieviel CO2 Ausstoß dieses Produkt weltweit gesehen erzeugt wird.
Um dem entgegen zu wirken, sollte der eingehobene Einfuhrzoll dafür verwendet werden, um einen negativen Ausfuhrzoll zu finanzieren.<ref>https://volksabstimmung.at/abstimmen/index.php?title=SC_Vorschlag:19:2:Ein_einheitlicher_prozentualer_Tarif_(Vorschlag_von_Nordhaus)</ref> Haben die teilnehmenden Länder insgesamt ein ausgeglichene Handelsbilanz, dann ergibt sich das die Ausfuhren genauso hoch gestützt werden, wie Güter bei der Einfuhr verzollt werden. Wird dieser Zoll in geeigneter Höhe eingehoben und ausgezahlt, dann wird die interne Verteuerung dadurch kompensiert. Die heimische Industrie kann weiterhin exportieren. Sie bleibt dadurch konkurrenzfähig und hilft global gesehen die Treibhausgase zu reduzieren. Importierte Zwischenprodukte verteuern sich zwar beim Import, die daraus hergestellten Endprodukte verbilligen sich dann wieder bei der Ausfuhr und bleiben damit auch konkurrenzfähig.
Um dem entgegen zu wirken, sollte der eingehobene Einfuhrzoll dafür verwendet werden, um einen negativen Ausfuhrzoll zu finanzieren.<ref>https://volksabstimmung.at/abstimmen/index.php?title=SC_Vorschlag:19:2:Ein_einheitlicher_prozentualer_Tarif_(Vorschlag_von_Nordhaus)</ref> Haben die teilnehmenden Länder insgesamt ein ausgeglichene Handelsbilanz, dann ergibt sich das die Ausfuhren genauso hoch gestützt werden, wie Güter bei der Einfuhr verzollt werden. Wird dieser Zoll in geeigneter Höhe eingehoben und ausgezahlt, dann wird die interne Verteuerung dadurch kompensiert. Die heimische Industrie kann weiterhin exportieren. Sie bleibt dadurch konkurrenzfähig und hilft global gesehen die Treibhausgase zu reduzieren. Importierte Zwischenprodukte verteuern sich zwar beim Import, die daraus hergestellten Endprodukte verbilligen sich dann wieder bei der Ausfuhr und bleiben damit auch konkurrenzfähig.
Diese Regelung könnte als etwas wie eine selektive Währungsabwertung betrachtet werden. Also, für die nicht am Klimaklub teilnehmenden Ländern, ein Effekt ähnlich einer Währungsabwertung (Die externen Wahren werden für das Inland teurer, die exportierten Wahren für das Ausland billiger). Es wird also die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den nicht teilnehmenden Ländern dadurch erhöht.<ref>https://www.gevestor.de/finanzwissen/oekonomie/volkswirtschaft/so-funktioniert-die-abwertung-einer-wahrung-631706.html</ref>


==== Modellrechnungen ====
==== Modellrechnungen ====
Damit für diese Ausgestaltungoptionen angemessene Werte für die CO2 Besteuerung und für die höher der Zölle gefunden werden können, werden noch Modelrechnungen von ökonomischer Seite benötigt. Diese Berechnungen soll, wie auch das Basismodell jetzt schon, für verschiedene CO2 Steuer- und Zollsätze, den zu erwartenden Steuerungs- und Schutzeffekt darlegen.  
Damit für diese Ausgestaltungoptionen angemessene Werte für die CO2 Besteuerung und für die Höhe der Zölle gefunden werden können, werden noch Modelrechnungen von ökonomischer Seite benötigt. Diese Berechnungen soll, wie auch das Basismodell jetzt schon, für verschiedene CO2 Steuer- und Zollsätze, den zu erwartenden Steuerungs- und Schutzeffekt darlegen.  
== Die Idee ==
== Die Idee ==
Die grundsätzliche Idee wäre es die Bevölkerung direkt in den Entscheidungsprozess für den Klimaschutz mit einzubinden. Das Model von Nordhaus dient dabei als Rahmen. Der Ablauf dafür kann wie folgend aussehen:
Die grundsätzliche Idee wäre es die Bevölkerung direkt in den Entscheidungsprozess für den Klimaschutz mit einzubinden. Das Model von Nordhaus dient dabei als Rahmen. Der Ablauf dafür kann wie folgend aussehen: